f-cell award 2018 zeichnet die Produktion von Grünem Wasserstoff aus

(PresseBox) (Stuttgart, 18.09.18) Der Preisträger 2018 ist das deutsch-norwegische Unternehmensgespann Hy2Gen AG und Norsk H2 AS, das durch ein Gemeinschaftsprojekt die CO2-freie Produktion und den Vertrieb von Grünem Wasserstoff vorantreibt. Mit einem Fokus auf Gemeinschaftsprojekte aus Baden-Württemberg und Norwegen trägt der f-cell award 2018 den beiden in der Wasserstoff-Wirtschaft führenden europäischen Wirtschaftsregionen Rechnung.

Baden-Württemberg und Norwegen führen in Europa mit einer Vielzahl von Projekten, Initiativen und Unternehmen den Weg in die Wasserstoffwirtschaft an. Eine entscheidende Etappe ist die Produktion und der Vertrieb von Grünem Wasserstoff. Norwegen verfügt als weltweit sechstgrößter Produzent von Wasserkraft über weitereichende Kapazitäten für eine CO2-freie Produktion von Wasserstoff aus regenerativen Energien. Diesen Ansatz verfolgt das mit dem f-cell award 2018 ausgezeichnete deutsch-norwegische Unternehmensgespann Hy2gen AG und Norsk H2 AS mit Sitz in Holzgerlingen und Suldal (Norwegen). Die Unternehmen setzen auf die Elektrolyse, also das CO2-freie Aufspalten von Wasser in dessen Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff in großtechnischen Elektrolyseuren. „Im norwegischen Jelsa bauen wir aktuell die erste Produktionshalle für CO2-freien Wasserstoff auf. Wir nutzen regional erzeugten Strom aus Wasserkraft. Stromerzeugung und Elektrolyse sind so komplett CO2-frei. Die Kapazitäten können wir zudem sukzessive modular aufstocken, so dass wir nach dem Produktionsstart 2020 langfristig auch im industriellen Maßstab liefern können,“ so Sebastian Wider, Chief Technology Officer der Hy2gen AG.

„Die f-cell 2018 zeigt, dass die Wasserstoff-Technologie in der Praxis angekommen ist“, sagt Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg. Mittlerweile gebe es sowohl Tankstellen als auch Fahrzeuge, und die Wasserstofftechnologie werde zunehmend in Zügen oder der Schifffahrt eingesetzt. „Was wir jetzt noch brauchen ist grüner, also klimafreundlich erzeugter, Wasserstoff“, betont der Staatssekretär. Mit Hy2gen AG und Norsk H2 AS werde nun zu Recht ein Projekt ausgezeichnet, das dazu beitrage, diese Lücke zu schließen. „Besonders freut es mich, dass ein baden-württembergisch-norwegisches Start-up den Weg weist, hier zeigt es sich, dass sich unsere Kooperation mit Norwegen bewährt.“

Nach aktuellen Plänen wird Norsk H2 AS im ersten Quartal 2020 in Jelsa die Produktion grünen Wasserstoffs zur kommerziellen Nutzung aufnehmen. Der sukzessive Ausbau der Anlage soll bis 2023 eine Elektrolyse-Kapazität von 70 Megawatt erreichen. Weitere Standorte für die regenerative Produktion von Wasserstoff werden unter Leitung der Hy2gen AG in Kanada, Südfrankreich und Georgien entwickelt.

Anerkennung an Kooperationsprojekt des DLR mit NEL ASA

Das deutsch-norwegische Kooperationsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt e.V. (DLR), Institut für Technische Thermodynamik, NEL ASA und der Helmbold-Messtechnik für Brennstoffzellen erhielt eine Anerkennung für ihr Entwicklungsvorhaben „Segmentierte Bipolarplatten für die alkalische Wasserelektrolyse.“ Ziel des Projektes ist es, die bewährte Messmethode auch unter den besonders hohen technischen Anforderungen der alkalischen Elektrolyse zur Einsatzreife zu bringen. Auf der neuen Datengrundlage können die Stapeldesigns und die Betriebsführung alkalischer Elektrolyseure verbessert werden. Vor allem eine flexiblere Leistungsführung wird dadurch in Zukunft möglich – eine entscheidende Grundlage für die Einbindung von Elektrolyseuren in Smart-Grid-Anwendungen. Die neue Diagnostikmethode wurde vom Institut für Technische Thermodynamik des DLR Stuttgart mit der norwegischen NEL Hydrogen ASA (Oslo) und dem baden-württembergischen Unternehmen Helmbold-Messtechnik für Brennstoffzellen entwickelt. Der Prototyp wird aktuell im norwegischen Notodden getestet.

Der Preisträger des f-cell award 2018:

Hy2gen AG (Holzgerlingen) und Norsk H2 AS (Suldal, Norwegen) in der Kategorie „Innovative Kooperationsprojekte und Konzeptideen zwischen Baden-Württemberg und Norwegen“ (Preissumme: 10.000 Euro)

Besondere Anerkennung in Höhe von 5.000 Euro: Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt DLR (Stuttgart), NEL ASA (Oslo) und Helmbold-Messtechnik für Brennstoffzellen (Hofheim) für das Entwicklungsvorhaben „Segmentierte Bipolarplatten für die alkalische Wasserelektrolyse.“

f-cell award 2018

Der f-cell award wird gestiftet vom Land Baden-Württemberg. Ausschreiber des Wettbewerbs ist das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. 2018 wurde der f-cell award zum 18. Mal verliehen. Es waren einmalig ausschließlich Kooperationsprojekte und Konzeptideen zwischen Baden-Württemberg und Norwegen zur Einreichung von Beiträgen zugelassen.

Die Jury-Mitglieder 2018:

Dr. Klaus Bonhoff (NOW GmbH, Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, Berlin), Gerda Geyer (Innovation Norway), Thomas Gschwind (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg), Dr. Manuel Schaloske (e-mobil BW), Prof. Dr. Birgit Scheppat (Hochschule Rhein-Main), Kristian Vik (Norwegian Hydrogen Forum)

Weitere Informationen zur 18. f-cell 2018: www.f-cell.de